Tapete überstreichen Schritt für Schritt

Wer sich ein neues Ambiente für einen Raum wünscht, fängt am besten mit der Wandgestaltung an. Möglicherweise sind die Wände bereits mit einer alten, schadhaften oder einfach nicht mehr gefallenden Tapete versehen. Dann muss man sich entscheiden, ob man neu tapezieren oder schlicht überstreichen möchte. Wir empfehlen, mit Wandbelägen von ERFURT, die man beliebig überstreichen kann, zu tapezieren.

Profis raten, vor dem Streichen einer Wand immer die alte Tapete zu entfernen. Doch das ist bei stark klebenden Wandbelägen oft problematisch. Überstreichen kann dann die bessere Alternative sein. Woran zu erkennen ist, ob sich der alte Wandbelag zum Überstreichen eignet, erfahren Sie in diesem Beitrag. Wir erklären Schritt für Schritt, worauf zu achten ist, um ein bestmögliches Ergebnis zu erzielen.

Tapezieren Sie lieber direkt neu! Die passenden Artikel dafür finden Sie hier.


Schritt 1 – Prüfen, ob sich die Tapete zum Überstreichen eignet

Zunächst ist zu prüfen, ob die angebrachte Tapete zum Überstreichen überhaupt geeignet ist. Sollten Sie neu tapezieren, sind Sie mit Wandbelägen von ERFURT immer gut beraten, denn sie sind generell bestens überstreichbar – Rauhfaser-­ oder Vlies-­Rauhfaser-­Tapeten beispielsweise sind für fast alle Wandfarben der perfekte Untergrund und sind originell gestaltbar – beispielsweise mit Schablonen und anderen Wandtechniken.

Zu prüfen wäre außerdem vor Beginn der Arbeit, ob die vorhandene Farbe kreidet: Einfach mit der Hand über die Wandfläche streichen – wenn Verfärbungen an der Hand entstehen, dann kreidet die Farbe und ist nicht zum Überstreichen geeignet. Neue Farbe hält in diesem Fall nicht.

pruefen-tapete-eignung-ueberstreichen-schritt-1

Schritt 2 – Testen, ob die Tapete zum Überstreichen fest genug ist

Selbstverständlich muss getestet werden, ob die Tapete flächendeckend festsitzt, wenn sie nach dem Streichen nicht von der Wand fallen soll. Insbesondere auf die Ecken, Kanten und Nähte der einzelnen Bahnen sowie Ausschnitte an Fenstern, Kanten oder Balken kommt es an. Feine Risse, kleine abgelöste Ecken oder winzige Luftlöcher können mit Tapetenleim befestigt werden. Kommt die Tapete jedoch schon von der Wand, kommen Sie um das Neutapezieren nicht herum. Wenn eine teilweise schon gelöste Tapete überstrichen wird, wird sie sich höchstwahrscheinlich weiter ablösen. Besser tapezieren Sie direkt mit überstreichbaren Wandbelägen von ERFURT, die auch nach Jahren und vielen neuen Anstrichen ihre Struktur behalten.

testen-tapete-ueberstreichen-festigkeit-schritt-2

Schritt 3 – Erkennen, wenn ein Überstreichen der Tapete nicht mehr möglich ist

Eine Rauhfasertapete kann in der Regel viele Male überstrichen werden, weswegen sie der ideale Wandbelag für alle ist, die gern etwas Abwechslung an ihre Wände bringen. Bei strukturierten Mustertapeten hängt es von der Stärke der Tapete ab, ob sie ein zweites oder drittes Mal überstrichen werden kann. Sollte die Farbe bereits abblättern oder Löcher in der Tapete zu sehen sein, sollte nicht mehr überstrichen werden. Die alte Tapete wird das Gewicht der Farbe nicht tragen, und vorhandene Löcher bleiben auch nach einem Neuanstrich ein ästhetisches Problem.

Sollten Sie sich direkt entscheiden, mit ERFURT Tapeten neu zu tapezieren, können Sie Ihre Wände immer wieder neu gestalten.

ueberstreichen-tapete-unmoeglich-testen-schritt-3

Schritt 4 – Vorbereitung des Raumes

Kommen Sie zu dem Schluss, dass Sie überstreichen können, ist es Zeit, das Streichen an sich vorzubereiten. Schützen Sie den Bodenbelag durch akribisches Bedecken und Abkleben – beachten Sie dabei auch Steckdosen, Fensterbänke und Türrahmen. Farbkleckse sind oft sehr hartnäckig. Sollten Spinnweben zu sehen sein, entfernen Sie diese vor dem Streichen.

tapete-ueberstreichen-raum-vorbereiten-schritt-4

Schritt 5 – Vorbereitung der Tapete/Wand

Wenn Sie mit der Hand über die Wand fahren, sollte die Wand schön eben und gleichmäßig sein. Sollten Löcher in der Wand sein, müssen diese zugespachtelt werden und anschließend flächig mit der Wand geschliffen werden. Prüfen Sie, ob der Untergrund ausreichend saugfähig ist: Spritzen Sie Leitungswasser auf die Wand. Verfärbt sich der Untergrund stark dunkel, ist die Saugfähigkeit zu hoch, perlt das Wasser ab, ist sie zu gering.

tapete-ueberstreichen-tapete-wand-reinigen-vorbereiten-schritt-5

Schritt 6 – Die Auswahl der geeigneten Farbe zum Überstreichen

Jetzt brauchen Sie nur noch die geeignete Farbe – hier gilt: besser Finger weg von billigen Farben. Diese sind mit Kreide versetzt, daher sind sie dickflüssig und schlemmen die Strukturen zu. Hochwertige Farben sind mit Farbpigmenten versetzt. Diese lassen die Farbe schön flüssig, sodass wenig von der Struktur eingebüßt wird. Strukturen lassen sich mit einer seidenglänzenden Latexfarbe besonders gut hervorheben.

Mustertapeten bzw. bedruckte Tapeten sollten immer entfernt und durch eine neue glatte oder strukturierte Tapete ersetzt werden, die sich dann problemlos streichen lässt. Durch unterschiedliche Farben der Mustertapete – helle und dunkle Stellen – ist ein homogenes Farbbild beim Überstreichen nur schwer zu erreichen.

Doch auch der Farbton will gut bedacht sein. Entsprechende Publikationen geben Informationen und Inspirationen.

auswahl-farbe-tapete-ueberstreichen-schritt-6

Schritt 7 – das Überstreichen der Tapete

Endlich ist es so weit: Das Streichen kann beginnen. Zunächst kommt das Vorstreichen sämtlicher Ränder, Ecken und Kanten mit einem Flach- oder Rundpinsel – und zwar ein ca. 10 cm breiter Streifen. Anschließend – solange die Farbe noch nass ist – wird dann die angrenzende Fläche mit der Farbrolle gestrichen. Achten Sie darauf, immer nur so viele Ecken und Kanten vorzustreichen, dass Sie die angrenzende Wand „nass in nass“ überstreichen können – Wandfarbe trocknet schnell.

Das Streichen mit der Farbrolle erfolgt so:
Farbrolle eintauchen und auf Gitter abstreichen, dann in Längsrichtung und direkt im Anschluss mit der gleichen Farbrolle ohne erneutes Eintauchen in Querrichtung streichen. Abschließend noch einmal in Längsrichtung mit gerader Überlappung streichen, dann ist die Farbe überall gleichmäßig aufgetragen. Kräftige Farben müssen in der Regel doppelt gestrichen werden, zwischen den Anstrichen sollte eine Trockenzeit von 1–3 Stunden eingehalten werden.

Diese Tipps gelten auch, wenn Sie Ihren Wandbelag von ERFURT neu überstreichen, weil Sie dem Raum einen neuen Look geben wollen. Ihre Rauhfaser oder Vliesfaser  wird in einem ganz neuen Licht erscheinen.

tapete-ueberstreichen-schritt-7

Werkzeugliste

  • Schleifpapier
  • Lappen
  • Klebeband
  • Farbpinsel
  • Farbrolle
  • Klinge

Materialliste

  • Wandfarbe für Innenräume
  • Putz/Spachtelmasse
  • Versiegelung/Grundierung