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Fragen

Antworten auf die meistgestellten Fragen. Gern beantworten wir Fragen auch per E-Mail.

Fragen zum Unternehmen

1827 erhält der gelernte Papiermacher Friedrich Erfurt (1768–1837) am 16. Juni die amtliche Genehmigung zur Anlage der „Papierfabrik Friedrich Erfurt & Sohn“ in Dahlhausen bei Schwelm.

Die Papierfabrik ERFURT & SOHN KG wurde 1827 gegründet. Hugo Erfurt, Enkel des Firmengründers, entwickelte 1864 ein neues Produkt, das unter dem Namen „Rauhfaser“ einen weltweiten Siegeszug antreten sollte. Zunächst wurde das Material als Dekorationspapier für Schaufenster und als Basispapier für Leimdrucktapeten genutzt. In den 1920er Jahren entdeckte man die Rauhfaser-Struktur als Gestaltungsmittel für die häuslichen vier Wände. Individuell farbig gestrichen ließen sich damit einzigartige Effekte im Raum erzielen.

Die Firma befindet sich in der 7. Generation im Besitz der Familie Erfurt.

Leider haben wir in Wuppertal keinen Werksverkauf.

Fragen zu Produkten

ERFURT-Produkte setzen sich nur aus Papier- und Textilfasern, Zellstoff und Holzmehl sowie Hilfsstoffe zusammen. Laut Prüfung aller Artikel durch die ISEGA (Forschungs- und Untersuchungs-Gesellschaft in Aschaffenburg) erhalten diese eine Unbedenklichkeitserklärung. Unsere Tapeten enthalten kein PVC, keine Weichmacher und keine Glasfasern.

KlimaTec Thermovlies und KlimaTec Pro KV 600 sind glatte energetische Innenwandbeläge, die als 2-Komponenten Verbundsystem aus speziellen Textilfasern hergestellt werden. Der Unterschied zwischen beiden Produkten liegt im schnelleren Anheizen der Raumluft und entsteht durch die unterschiedlichen Stärken des Materials.

KlimaTec Thermovlies hat die Abmessung 10 m × 0,75 m und wird über die Bau- und Heimwerker-Märkte sowie Fachmärkte vertrieben. KlimaTec Pro KV 600 hat die Abmessung 15 m x 1,00 m und wird über den Fachgroßhandel vertrieben.

Mit KlimaTec Thermovlies / KlimaTec Pro KV 600 haben sie innerhalb kürzester Zeit nach Anstellen der Heizung warme Wände und ein angenehmes Raumgefühl, nie mehr kalte Wände. Sie heizen primär die Raumluft und nicht die Wände dadurch sparen sie bei zeitweisem Heizen deutlich Energie ein.

Der energetische Wandbelag kann direkt mit allen handelsüblichen Wandbelägen, z. B. ERFURT-Rauhfaser tapeziert werden.

Variovlies/Trendvlies ist ein glattes, reißfestes, dimensionsstabiles Material, das aus Zellstoff und Textilfasern hergestellt wird.

Variovlies wiegt 160 Gramm pro Quadratmeter, hat die Abmessung 25 m × 0,75 m und wird über den Malerfachhandel vertrieben. Trendvlies wiegt 140 Gramm pro Quadratmeter, hat die Abmessung 20 m × 0,75 m und wird über die Bau- und Heimwerker-Märkte vertrieben.

Der Unterschied besteht vor allem im Material. Die Novaboss Pro ist eine dreilagige Papier-Prägetapete und eine gute Alternative zu Profilschaumtapeten, die in der Regel PVC enthalten und weniger abriebfest  sind. Profilschaumtapeten bauen auf einem PVC-Belag auf, der mit einem Papier- oder Vliesträger kaschiert ist.

Bei Rauhfaser werden hochwertige Recycling-Papiere und Zellstoff (hochwertige Papierfasern) verwendet. Die strukturbildenden Holzfasern bestehen aus Fichtenvollholz (aus vorbildlich bewirtschafteten deutschen Wäldern). Bei der Herstellung von Vlies-Rauhfaser werden zusätzlich Textilfasern beigemischt, die es dimensionsstabil und reißfester machen.

TÜV Cert DIN EN ISO 9001:2000
Zertifikat: 04-100 20051404
Die TÜV-Cert-Zertifizierungsstelle der RWTÜV Systems GmbH bescheinigt ERFURT für den Geltungsbereich Entwicklung, Produktion und Vertrieb von Rauhfaser, Tapeten und Fassadensystem die Einführung und Anwendung eines Qualitätsmanagementsystems gemäß DIN EN ISO 9001:2000.

Das Unternehmen sowie die Marke ERFURT stehen für Qualität und Zuverlässigkeit.
 

Ü-Zeichen
P-MPA-E 06 579
Das allgemeine bauaufsichtliche Prüfzeugnis, verliehen durch das MPA (Materialprüfungsamt) NRW, gilt für die Herstellung und Verwendung der Wandbekleidungen „Vliesfaser Basic“, „Vliesfaser Classic“, „Vliesfaser Objekt“ und „Vliesfaser Design“ als schwerentflammbare Baustoffe (Baustoffklasse DIN 4102-B1) nach DIN 4102-1. Der Baustoff gilt als nicht brennend abtropfend/abfallend.
Das Ü-Zeichen mit der Nr. P-MPA-E 06 514 (analog Aufkleber) gilt ausschließlich für Variovlies Basic.

Die genannten ERFURT-Produkte sind in ihrem Brennverhalten schwerentflammbar im Verbund mit mineralischen Untergründen. Ein Mehr an Sicherheit für den Verwender.
 

RAL-Gütezeichen für Tapeten
RAL-GZ 479
Die Anforderungen an Tapeten (Wandbekleidungen) insbesondere im Hinblick auf deren gesundheitliche und ökologische Unbedenklichkeit werden erfüllt. Die Anforderungen sind im Gütezeichen hinterlegt und werden durch die Gütegemeinschaft Tapete überwacht.
Ein Mehr an Wohlgefühl in den eigenen vier Wänden.
 

FSC® Mix
Zert.-Nr. FSC-C022276
Die Forest Stewardship Council® (FSC-C022276) bestätigt „Vliesfaser Ambiente“ und „Vliesfaser Design“ als Produktgruppen mit Rohstoffen aus vorbildlich bewirtschafteten Wäldern und anderen kontrollierten Herkünften. Das bedeutet eine „Herstellung von Tapeten aus zertifiziertem Rohvlies und Rohpapier mit einem Mindestanteil von 70 % zertifizierter Faser“.
Ein Beitrag zur nachhaltigen Forstwirtschaft wird bei diesen Produkten gewährleistet.
 

Für Allergiker geeignet
STG-2001/06
Auf Basis der freiwilligen Materialprüfung bestätigt die TÜV Nord Systems GmbH & Co. KG, dass die ERFURT-Profi-Rauhfasersorten 20, 32, 40, 52, 70, 79, 80, 1000 und die ERFURT-DIY-Rauhfasersorten Viva, Elegance, Romantic, Classico, Avantgarde, Rustic, Country, Sprint aus allergen- und schadstoffkontrolliertem Material hergestellt sind. Die Prüfung beinhaltet mikrobiologische, chemische und Emissions-Untersuchungen zur Überprüfung der vorgegebenen Anforderungen.
Die Rauhfaser ist selbst für „sensible“ Zielgruppen wie Allergiker eine saubere Lösung.
 

ÖKO-Test „Sehr gut“
Ausgabe: Kompakt, Wohnen & Garten Nr. 06
Die Öko-Test Verlag GmbH in Frankfurt a. M. bewertet die Rauhfaser 52/Classico im Endergebnis mit „Sehr gut“. Das Gesamturteil beruht auf der Beurteilung des Inhalts (Preis, Struktur, Schadstoffbelastung) und des Praxistests (Nassreißfestigkeit, Verarbeitung, Deckkraft nach erstem Anstrich).
Das Öko-Test-Siegel steht für Vertrauen und verleiht der Rauhfaser eine reine Weste.
 

Blauer Engel
RAL-UZ 35
Die Vergabe des Umweltzeichens erfolgt durch den RAL e. V. und gilt für Papiertapeten aus Tapetenrohpapier nach DIN 6730:2003 und für Rauhfaser nach DIN 6730:2003. Es beinhaltet die Erfüllung der Anforderungen hinsichtlich der überwiegenden Herstellung aus Recyclingpapier und der ökologischen und schadstoffarmen Herstellung des ausgezeichneten Produktes.
Das Unternehmen sowie die Marke ERFURT stehen für  umweltorientiertes und ökologisch sinnvolles Handeln.
 

FAZIT:
„ERFURT – für Sie geprüfte Sicherheit“ steht stellvertretend für unser internes Qualitätsbemühen und die Verpflichtung, diese durch Dritte permanent prüfen zu lassen.

Fragen zur Verarbeitung und Praxistipps

Hier können Sie eine detaillierte Tabelle als PDF herunterladen:

Kleisterempfehlungen für Selber-Macher | PDF |
Kleisterempfehlungen für Profis | PDF |

Zuerst die Wandbahnen neben und über dem Rundbogen mit ca. 2 bis 3 cm Überstand tapezieren. Dann werden die Überstände mehrmals eingeschnitten, umgeklappt und in den Rundbogen geklebt. Anschließend wird die zugeschnittene Leibungsbahn in die Leibung geklebt. Bei stärkeren Wandbekleidungen und Mustertapeten empfiehlt es sich, Eck-Profilleisten zu verwenden, die man an die Rundungen flexibel anpassen kann.

Der Rapport gibt an, wann sich ein Muster wiederholt. Wenn eine Tapete eine Rapportangabe auf dem Einleger stehen hat, muss dies bei der Berechnung der Rollenanzahl berücksichtigt werden. In der Regel werden dann für einen Raum ca. 1 bis 2 Rollen mehr benötigt, weil aus einer Eurorolle (10,05 m × 0,53 m) nur 3 statt 4 Tapetenbahnen geschnitten werden können. 

Bei der Wandklebetechnik wird die Wand eingekleistert und die trockene Tapetenbahn ins Kleisterbett eingelegt und angedrückt. Dies ist nur mit dimensionsstabilen Tapeten wie z. B. Vliestapeten, nicht aber mit Papiertapeten möglich.

Blasenbildung kann verschiedene Ursachen haben:
1. Untergrund

  • Der Untergrund saugt zu stark, z. B. Gipskartonplatten. Da der Kleister stellenweise zu schnell in die Wand einzieht, kann sich die Tapete an diesen Stellen lösen und Blasen bilden.
  • Die Saugfähigkeit kann durch einen lösemittelfreien Tiefgrund/Tapetengrund reduziert werden.
  • Der Untergrund ist abgesperrt, z. B. durch zu viel Grundierung (ein Zeichen dafür ist, wenn der Untergrund nach Auftragen der Grundierung speckig glänzt). Das Wasser perlt an der Wand ab. Da sich eine geschlossene Schicht auf der Wand gebildet hat, kann der Kleister keine Verbindung zur Wand eingehen. Diese Schicht muss mit Schleifpapier oder einem Schleifer weggeschliffen werden.
  • Der Untergrund ist zu rau.
  • Der Untergrund ist sandend bzw. nicht fest.

2. Weichzeit

  • Papiertapeten benötigen eine Weichzeit, weil Papier aus Holzfasern besteht und Holz durch Feuchtigkeit (Kleister) aufquillt. Dadurch wird die Tapete breiter und länger. Wird die angegebene Weichzeit nicht eingehalten, dehnt sich die Tapete an der Wand weiter aus und es entstehen Blasen.

3. Kleister

  • Falscher Kleister
  • Zu dünn angesetzter Kleister (zu viel Wasser)
  • Zu dünn aufgetragener Kleister
  • Zu dick aufgetragener Kleister
  • Zusätzliches Einkleistern der Wand vor dem Anbringen der Tapetenbahn (bei Papiertapeten)

4. Sonstige Gründe

  • Zu hohe Luftfeuchtigkeit durch geschlossene Fenster und Türen
  • Zu niedrige Temperaturen (unter 10 °C trocknet die Tapete zu langsam).

Alle weißen Tapeten und Rauhfaser müssen überstrichen werden. Wir empfehlen Dispersionsfarben nach DIN EN 13300. Am besten eignen sich seidenglänzende und hochglänzende Farben, da diese gegenüber matten Farben die Struktur noch besser zur Geltung bringen.

Alle ERFURT-Tapeten können Sie für jeden Raum im Wohnbereich verwenden. Im Badezimmer sollte das Wasser nicht auf die Tapete prasseln (im direkten Duschbereich), weil sonst der Kleister angelöst wird. Spritzwasser oberhalb der Fliesen oder an der Decke wird die Tapeten nicht anlösen.

Wir empfehlen Dispersionsfarben nach DIN EN 13300. Am besten eignen sich seidenglänzende bzw. hochglänzende Farben, da diese gegenüber matten Farben die Struktur noch besser zur Geltung bringen.

Mineralfarben — auch Silikat- oder Silicatfarben, Wasserglasfarben (nach dem verwendeten Bindemittel) oder Keimfarben (nach dem Erfinder) genannt — sind Anstriche, die neben anorganischen Farbstoffen als Bindemittel das Alkalisilikat Wasserglas (auch Kaliwasserglas, flüssiges Kaliumsilikat oder Liquor Silicium genannt) verwenden. Solche Anstriche sind grundsätzlich hochwertig, langlebig und teuer. Sie sind eher für die professionelle Verarbeitung vorgesehen, deswegen findet man sie praktisch nur im Fachhandel und nicht in Baumärkten. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Reinsilikat- oder Zweikomponentensilikatfarben — die man vor Gebrauch erst anrühren muss — und Silikatdispersionsfarben, welche wie Kunstharzdispersionsfarben gebrauchsfertig im charakteristischen ovalen 10-Liter-Eimer angeboten werden.

Als Dispersionsfarben oder -anstriche bezeichnet man zähflüssige Anstriche, die aus einer chemischen Dispersion (meist einer Emulsion) aus Binde- und Lösemitteln, Farbmitteln (meist Pigmenten) und Zusatzstoffen bestehen. In diesem allgemeinen Sinn handelt es sich bei der Mehrzahl der flüssigen Anstriche (Lacke, Farben usw.) um Dispersionen. Umgangssprachlich sind damit meist jene etwa 20 Kilogramm schweren Gebinde mit weißer Wandfarbe im ovalen 10-Liter-Eimer gemeint, wie sie palettenweise in jedem Baumarkt stehen. Dabei handelt es sich genau genommen um Kunstharzdispersionsanstriche. Daneben gibt es auf dem Markt noch ähnlich aufgebaute Produkte, die aber möglichst nicht-synthetische und nicht-mineralölhaltige Zutaten verwenden und die meist – etwas vage – als „Naturdispersionsfarben“ bezeichnet werden.

Dispersions-Innenfarben unterscheiden sich in der Nassabriebbeständigkeit (Abriebklasse 2: scheuerbeständig, Abriebklasse 3: waschbeständig).

Styropor ist kein tapezierfähiger Untergrund. Vor dem Tapezieren muss eine Haftbrücke aufgetragen werden. Dazu verwendet man einen mit 20 % Wasser verdünnten Styroporkleber, der mit einer Bürste oder Farbwalze aufgetragen wird. Alternativ kann man auch eine glatte Vliestapete mit dem Kleber Ovalit V direkt auf den Styropor-Untergrund kleben.

Alte Tapeten müssen grundsätzlich entfernt werden, weil das Risiko besteht, dass der Kleister die alte Tapete anlöst. Dadurch können sich Blasen bilden.

Neue Gipskartonflächen grundiert man mit lösemittelfreiem Tief- oder Tapetengrund, Holzwerkstoffe mit lösemittelhaltigem Tief- oder Tapetengrund. Für alle anderen saugenden Untergründe können Sie hier eine detaillierte Tabelle als PDF herunterladen.
Der Untergrund muss nach der Grundbeschichtung noch saugfähig sein.

Übersicht: Einsatz von Grundiermitteln

Vorbehandlung | PDF |

Mit einem pigmentierten (weißen) Tapeten-oder Tiefgrund.

Generell gibt es keine Begrenzung, wie häufig eine Rauhfasertapete überstrichen werden kann. Es liegt im Auge des Betrachters, ob die Tapete noch einen Anstrich vertragen kann, oder vielleicht besser erneuert werden sollte. Je öfter neue Farbe aufgetragen wird, desto weniger stark bildet sich die Struktur der Rauhfaser ab. Man könnte es also soweit auf die Spitze treiben, dass die Rauhfaser so häufig übermalt wird, bis sie quasi "glatt" ist. 
Die Aussage, dass die Tapete bei zu häufigem Überstreichen von den Wänden fallen könnte, konnten wir bisher auch in Extremversuchen nicht bestätigen.
Wie gut das Ergebnis letztlich wird, hängt auch von der Farbe und dem Auftrag ab. Grundsätzlich sind seidenglänzende Farben dünnflüssiger als matte Farben. Es kommt darauf an, wie dick die Farbe aufgetragen wird. Grundsätzlich gilt auch hier: lieber zweimal dünn, als einmal dick. So erhält man ein wesentlich homogeneres Anstrichbild. Bei der Produktion von ERFURT-Tapeten wird ein sehr großer Wert auf gute Überstreichbarkeit gelegt.