Schnell zu glatten Wänden

Quelle: Malerblatt 04_2020

02.04.2020 Erstellt von Svenja Duhme

Im neuen Holiday Inn Express in Wiesbaden wurden über 3.500 Quadratmeter Wandflächen mit einem innovativen Airless-Vlies verkleidet. Das Glattvlies überzeugt nicht nur durch rationelle Verarbeitbarkeit und damit hoher Wirtschaftlichkeit, sondern auch durch sein ansprechendes optisches Ergebnis.

Die Wandoberflächen des neu erbauten Holiday Inn Express Wiesbaden sollten auf Wunsch des Bauherren homogen sein. Theo Demant, Bauleiter und Malermeister des beauftragten Malerbetriebs Theo Demant, stand vor der Herausforderung, die insgesamt über 3.500 Quadratmeter große Fläche optisch wie funktional bestmöglich zu verkleiden – innerhalb zeitlich eng gestrickter Vorgaben. Im Austausch mit Michael Huttenhuis sowie Marcel Baumann vom Großhändler Späth Knoll
entschied er sich für den Einsatz eines überstreichbaren Vliesbelags. Das Glattvlies ermöglicht aufgrund seiner innovativen Eigenschaften eine Beschichtung im Airless-Verfahren bei äußerst geringem Zeit- und Arbeitsaufwand. Dadurch eignet es sich bestens für eine Anwendung in Großobjekten. Nach dem Zuschnitt, bei dem die Maler vom guten Schneideverhalten des Airless-Vlieses profitierten, wurde es problemlos und schnell in Wandklebetechnik auf alle verputzten Wände und
Gipskarton-Ständerwände verklebt. „Bereits nach der Trocknung zeigte sich uns die hohe Qualität: Alle Nähte blieben geschlossen, es entstand eine weiß pigmentierte, sehr einheitliche Oberfläche, die sich hervorragend weiterverarbeiten ließ“, erinnert sich Demant.

Rationelle Beschichtung
Besonders bei der Beschichtung konnte das Glattvlies seine Vorteile vollends ausspielen. Da die speziellen Vliese über gut eingebundene Fasern verfügen, ist die Oberfläche extrem verfestigt und somit sehr glatt. Dadurch stellen sich die Fasern – im Gegensatz zu herkömmlichen Cellulose-Vliesen – bei der Beschichtung im Airless-Verfahren nicht auf. Die unschöne „Knötchenbildung“ auf der Oberfläche gehört der Vergangenheit an, der mühsame Mehraufwand durch Zwischenschliff oder Nachrollen entfällt. „Die Zeitersparnis war immens“, so Demant. „Wir konnten Raum für Raum durchspritzen, ohne nacharbeiten zu müssen. Die entstandenen Oberflächen waren nach nur einem Farbauftrag superfein und zeigten keine
Walzstrukturen.“ Auch im Zusammenspiel mit weiteren Produkten überzeugte das Airless-Vlies die Profis. Sowohl das Klebeverhalten als auch der Farbauftrag im Airless-Spritzverfahren verliefen problemlos. „Insbesondere im Hotelbau müssen wir darauf achten, dass wir bestmögliche Voraussetzungen in puncto Hygiene gewährleisten“, so Malermeister Demant. Die gewählte Wandfarbe weist die Nassabriebsklasse 2 auf. In Kombination mit der glatten Vliesoberfläche sorgt diese
für eine sehr gute Reinigungsfähigkeit. „Überall, wo hochwertige Oberflächen effizient, wirtschaftlich und langlebig umgesetzt werden sollen, empfiehlt sich der Einsatz des Airless-Vlieses“, resümiert Michael Huttenhuis. „Neben seinen  exzellenten ökonomischen Vorzügen und der idealen Anwenderpraxis machen wir bei Kunden und Planern aber auch immer wieder auf den ‚unsichtbaren‘ Mehrwert aufmerksam: Das Vlies ist nicht nur frei von PVC und Weichmachern, sondern auch feuchtigkeitsregulierend und diffusionsoffen. Sprich, mit der Verkleidung durch das Vlies machen wir die Wände nicht ‚dicht‘. Im Gegenteil, wir erschaffen in den wechselnd genutzten Gästezimmern die Basis für angenehme, wohngesunde
Raumverhältnisse.“