„Wandliebe“: einzigartiger Ausflug in die Welt der Tapete

In Celle bietet das deutschlandweit einzige Tapetenmuseum mit dem Namen „Wandliebe“ Einblick in die Geschichte der Tapete. Marianne Stumpf, die Eigentümerin des Museums, hat in gut 40 Jahren eine beachtliche Sammlung zusammengestellt, die originelle Stücke – wie beispielsweise eine Ledertapete aus dem 18. Jahrhundert – umfasst.

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Rauhfaser – eine Erfolgsgeschichte

Auch die Rauhfaser hat bereits eine lange Geschichte. Sie wurde im Jahr 1864 von dem Apotheker Hugo Erfurt, einem Enkel des Unternehmensgründers Friedrich Erfurt, erfunden. Er wollte ein Velours-artiges Material für die Wand finden und färbte in Zuge dessen Holzfasern ein – so entwickelte er ein strukturiertes Papier für die Wand. Zunächst wurde es handwerklich hergestellt, doch schon bald begann die maschinelle Fertigung der Rauhfaser. 

Einzug ins Privathaus

Kam sie zunächst nur für die Dekoration von Schaufenstern zum Einsatz, entdeckten zu Anfang des 20. Jahrhunderts auch Privatleute den neuartigen Wandbelag für sich, denn dank der Überstreichbarkeit eröffnete er völlig neue Möglichkeiten der Raumgestaltung. In den 1980er-Jahren erlebte die Rauhfaser eine regelrechte Renaissance und ist seither ein echter Klassiker im Bereich der kreativen Wandgestaltung. 

Beliebtester Wandbelag Europas

Heute ist die Rauhfaser aus dem Hause Erfurt der beliebteste Wandbelag Europas – mit gutem Grund: Die Strukturen füge sich harmonisch in jeden Raum und unterstreichen verschiedenste Looks – von fein über sachlich bis hin zu rustikal. Und: Die Tapete kann immer wieder überstrichen werden und begleitet viele Menschen ein Leben lang.

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