09.01.2008 | Wuppertal, Januar 2008.
Alle echten Innovationen stehen für einen radikalen Wandel des Denkens. Ob Buchdruck, Glühbirne, Ottomotor oder Personal Computer: Was heute selbstverständlicher Teil des Alltags ist, war vor seinem Auftreten buchstäblich unvorstellbar. Außer für seine Erfinder. Sie waren mutig und risikobereit genug, sich von konventionellen Problemlösungen zu verabschieden und neue Perspektiven und Nutzendimensionen zu entdecken.
Auch wenn man Erfindungen nicht prophezeien kann, lässt sich die dazu nötige Einstellung trainieren. Genau das tut Erfurt seit Herbst 2006 auf Basis der „Widerspruchsorientierten Innovationsstrategie“. Diese von der WOIS-Innovation-School, einem Institut der Hochschule Coburg, entwickelte Denk- und Diskussionstechnik setzt erfolgreich auf gezielte gedankliche Grenzüberschreitung und zählt neben Erfurt zahlreiche innovative Unternehmen von BMW bis Wilkinson zu ihren Anwendern.
Thema des WOIS-Prozesses im Hause Erfurt – in den unter Leitung einer Focusgruppe sämtliche Mitarbeiter eingebunden sind – ist selbstverständlich die Zukunft der Wandbeläge. Nicht nur unter der herkömmlichen Perspektive des Designs, sondern vielmehr ganzheitlichen Wohnbedürfnissen.
Im Rahmen der Heimtextil kann sich erstmals die gesamte Branche an dieser Ideendiskussion beteiligen: Verschiedene Präsenter zeigen auf dem Erfurt-Messestand erste Ansätze für „Wände zum Wohlfühlen“ in der Zukunft:
§ ChangingWalls zur Integration auswechselbarer Bilder in den Wandbelag
§ LumiWall, die Licht-Tapete zur Raumillumination
§ ThermoWall, der kühlende oder wärmende Wandbelag
§ Rauhfaser Stripes zum Einsatz von gemusterten Rauhfaser-Elementen
§ Art@InfoWall zur Integration von Bildern und/oder Informationen in die Tapete
§ TatooWall und PiercedWall mit Tatoo- und Lochmuster-Gestaltungsvarianten
Ob und welche Ideen Wirklichkeit werden, soll zunächst völlig offen bleiben. Dem Marktführer für überstreichbare Wandbekleidungen geht es um neue Impulse und Denkanstöße für innovative Wohnideen. Oder wie Francis Picabia sagte: „Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann“.